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 Betreff des Beitrags: Schnurtest
BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2014, 17:29 
Gunny
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Hallo Dampfgerätefreunde,

verantwortlich für einen nicht unwesentlichen Teil des Genusses bei unseren Selbstwickelverdampfern ist die Schnur, also das Trägermaterial, welches das Liquid zum Heizdrahtwendel transportiert.

Neben hoffentlich nicht vorhandenen Eigengeschmack ist auch die Saugfähigkeit der Schnur wünschenswert, damit auch bei mehrmaligen Zügen hintereinander kein Liquidabriss und damit kokeln eintritt.

Der beste und teuerste Verdampfer taugt nichts, wenn ihr nicht eine gute Schnur benutzt.

Ein sehr gutes Testobjekt als Verdampfer für Schnüre ist der KruserOne in der 5ml Ausführung. Durch den hohen Tank ist die Saugfähigkeit, bzw. der Kapillareffekt ausschlaggebend, für einen problemlosen Genuss.

In den kommenden Posts werde ich mal verschiedene Schnür vorstellen und testen.

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Gruss
D_Sky
Laird of Glencairn


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 Betreff des Beitrags: Re: Schnurtest
BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2014, 17:44 
Gunny
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Baumwollwatte

Fangen wir mit einem Material an, welches gar keine Schnur ist und hier auf dem Fotos geht es auch gar nicht um einen KruserOne :mrgreen:

Seit ein paar Monaten wird als Liquidträger auch reine Bio-Baumwollwatte, welche nicht chlorgebleicht (!!! Wichtig !!!) eingesetzt. Dies habe ich auch mal getestet und zwar auf meinem SvoeMesto Kayfun Mini 2.1.

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Im Foto oben könnt ihr sehen, wie eine "Wattewurst" durch einen Heizdraht-MicroCoil geschoben wurde. Die Enden etwas überstehen lassen und

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dann in die Dampfkammer legen.

Das Trägermaterial Watte hat hervorragende Eigenschaften. Nahezu keinen Eigengeschmack und es transportiert das Liquid schnell und ausreichend zum Wendel.

Ich habe auch mal den KruserOne mit Watte gewickelt. Wenn man die Wattewurst ausreichend lang lässt ist dies kein Problem. Im Betrieb bläht sich aber die Watte im Tank dermassen auf, das es mehr wie eine Wolke denn wie eine Schnur aussieht. Ausserdem ist die Wattewurst etwas schwierig durch die Dochtlöcher des KruserOne zu "friemeln". Der Kapillareffekt ist hervorragend. Auch die "Nutzungsdauer" der Watte ist mit der von Glasfaser oder Silicatschnur zu vergleichen.

Wegen der nervigen Friemelei bevorzuge ich aber bei Kapillarverdampfern eher eine Schnur. Vom Preis her ist die Watte nahezu unschlagbar. Da man immer nur sehr wenig braucht, kommt man glaube ich mit einem Paket Bio-Baumwollwatte ein ganzes Leben aus :thumbup:

Ansonsten: Daumen hoch für die Watte

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Gruss
D_Sky
Laird of Glencairn


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 Betreff des Beitrags: Re: Schnurtest
BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2014, 17:59 
Gunny
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Ekowool 1mm Schnur

Bei der Ekowool handelt es sich um einen geflochtenen Schlauch. Lasst euch nicht von der Bezeichnung 1mm verwirren, die Schnur ist schon sehr viel dicker.

Vor der Benutzung wurde die Schnur 5 Minuten ausgekocht, damit keine Produktionsrückstände den Geschmack verderben. Ausserdem habe ich nicht die geringste Ahnung, ob diese Rückstände nicht doch sehr ungesund sind :?

Als Heizwendel nehme ich bei all meinen Test einen MicroCoil aus 0,3mm NiCro Draht mit 10,5 Umdrehungen.

Da der Innendurchmesser des MicroCoil nicht für 2 Stücke der Ekowool gross genug ist, nehme ich noch zusätzlich als "Depotmaterial" ein wenig Baumwollwatte.

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Auch diese Schnur hat keine Eigengeschmack und liefert uns sofort ein Genusserlebnis. Leider dichtet sie die Dochtlöcher des KruserOne nicht ausreichend ab, so das der Kruser anfängt zu siffen, sobald er liegt. :(

Die Kapillareigenschaften sind recht gut. Erst beim letzten Tankdrittel muss man der Schnur ein wenig helfen, in dem man den Verdampfer schwengt. Ansonsten kommt es zu Liquidabriss, also es kokelt.

Ihr bekommt die Schnur bei Zivipf ( http://www.zivipf.com/epages/63862298.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63862298/Products/EKO1/SubProducts/EKO1-1m ) auch in verschiedenen Dicken. Sie ist nicht gerade preiswert, jedoch ist auch der Produktionsaufwand sehr hoch, da hier ja ein Schlauch entsteht.

Nicht die schlechteste Schnur, aber auch nicht gerade ein Siegertyp für einen 5ml Kapillarverdampfer.

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D_Sky
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 Betreff des Beitrags: Re: Schnurtest
BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2014, 18:12 
Gunny
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1mm Silica-Schnur

Hier handelt es sich um eine recht einfache und preiswerte Schnur.

Für meinen Test habe ich mich für 3 Stränge der 1mm Schnur entschieden. Zum einen sollte eine dünne Schnur den Kapillareffekt unterstützen, zum anderen ist nur ein Strang viel zu dünn für den KruserOne.

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Auch diese Schnur habe ich im Vorfeld ausgekocht.

Das Wickeln und Einbringen in den Tank geht problemlos. Als Depot findet hier wieder ein wenig Watte Verwendung.

Am Anfang meine ich ein wenig Eigengeschmack im Hintergrund zu spüren. Später verfliegt er (oder ich hatte mich dran gewöhnt :? ). Der Kapillareffekt der Schnur ist sehr schlecht. Schon bereit nach einem Drittel Tank muss man mit dem Schwenken beginnen, sonst kokelt es. Auch der recht günstige Preis kann einen über dieses Manko nicht hinwegtrösten.

Ihr bekommt die Schnur bei Intaste ( http://www.intaste.de/Do-it-yourself/Selberwickeln/Silikatschnur-1mm-auf-Spule-5-Meter::1277.html ) und wie schon gerade erwähnt, ist sie recht preiswert.

Ob der günstige Preis und die leichte Wickelbarkeit der Schnur über die Fehler hinwegtrösten können, muss jeder für sich selber entscheiden. Bei mir findet sie in einem Kapillarverdampfer auf jeden Fall keine Verwendung mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schnurtest
BeitragVerfasst: Sa 11. Jan 2014, 13:45 
Gunny
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High Silica Glasfaser von Dampfdorado

Bei einigen Dampfertreffen sowie auch in einer FaceBook Gruppe ist die Gasfaserschnur von Dampfdorado hoch gelobt worden. Ich habe sie mir mal zum Testen bestellt, und zwar in der 1mm und 2mm Dicke.

Zu erst mal ist die Schnur schon entschlichtet, d.h. sie muss nicht noch sauber gekocht werden. Da spricht schon mal für die Schnur, da der Mensch ja grundsätzlich faul ist :oops:

Gewickelt habe ich sie mit einem 2mm und einem 1mm Docht, damit kein Liquid austritt:

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Meine Erwartungen waren natürlich sehr hoch, da wie schon oben erwähnt, diese Schnur des öfteren sehr gelobt worden ist.

Nun ja, sie ist nicht schlecht. Aber die super Schnur ist es nun auch wieder nicht. Wenn man beim Dampfen die Dampfe des öfteren waagerecht hält (was wohl einige machen) hat man keinen Liquidabriss. Wenn ich jedoch beim Lesen dampfe, oder auch beim Arbeiten, stelle ich die Dampfe hin und halte sie in der Regel auch senkrecht. Da fing es dann auch im letzten Drittel an zu kokeln.

Ansonsten konnte ich keinen Liquidabriss feststellen. Wie schon oben geschrieben, ist der Kapillareffekt nicht hervorragend, aber gut.

Ihr bekommt die Schnur hier : http://dampfdorado.de/Do-it-yourself/Selbstwickler-Zubehoer/2-mm-High-Silica-Glasfaser-entschlichtet--524.html

Preislich liegt sie im Mittelfeld. Vielleicht teste ich noch mal in verschiedenen Konfigurationen (4 x 1mm oder 2 x 2mm) um zu schauen, ob sie dann auch bis zum letzten Tankrest das Liquid zum MicroCoil transportiert.

Trotz, das ich ein wenig enttäuscht bin, bekommt sie einen Daumen nach oben :thumbup:

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 Betreff des Beitrags: Re: Schnurtest
BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 07:47 
Gunny
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Bengs Schnur

Eine geflochtene Glasfaser-Schnur aus der Industrie, deren eigentliches Einsatzgebiet Brenner für Flammenfresser und Stirlingmotoren (was immer das auch sein mag :oops: ) sind. Aber auch als Dochte für Kerzen und Öllampen sind die Schnüre einsetzbar.

Die Schnur gibt es in verschiedenen Stärken, für uns Dampfer ist wahrscheinlich nur die 2mm und die 3mm Variante relevant. Die Bengsschnur war über viele Monate die einzige von mir eingesetzte Schnur. in der 3mm Ausführung habe ich sie in Watteverdampfern, wie z.B. die Highendsmoke Phantom oder dem Bulli A1 benutzt.

Die Schnur ist nach Lieferung nicht entschlichtet, muss also ausgekocht werden. Ich kenne Menschen, die benutzen die Schnur ohne Vorbehandlung, aber ich muss sagen dass das mit Genuss am Anfang überhaupt nichts zu tun hat :wave:

Im Bild 1 sieht man die schon o.g. 2mm und die 3mm Variante. Eine 1mm Variante gibt es nicht.

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Wie man im Bild 2 sieht, habe ich 2 x 2mm Dochte benutzt. Da dadurch genügend Material am Wendel ist, habe ich auf ein zusätzliches Depot verzichten können. Ein wenig fummelig ist bei 2 Dochten die Durchführung durch die Dochtlöcher, aber es ist machbar.

Die Bengsschnur ist immer noch top, kann aber im letzten Drittel des Tankes auch nicht ohne Schwenken das Liquid zum Wendel bringen. Der grösste Nachteil der Schnur ist ganz einfach der Preis: ca. 5€ pro laufenden Meter ist schon Luxus 8-)

Ihr bekommt die Schnur direkt ab Werk: http://www.bengs-modellbau.de/material/baumaterial/glasfaserdocht.php

Daumen hoch für die Bengs Schnur. Für mich einer der absoluten Favoriten. Eigentlich nur durch eine Schnur getop, aber zu der kommen wir noch :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Schnurtest
BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 21:04 
Gunny
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Mustertest der neuen Ortmann Schnur

Hier nun die versprochene Überraschung: Ein erster Test der neuen Ortmann Schnur. Oder besser gesagt: der möglichen neuen Ortmann-Schnur.

Leider habe ich für mich persönlich erst sehr spät die Ortmann-Schnur entdeckt. Ich bin selber dem Vorurteil erlegen: Was wenig kostet ist auch nix! :?

Dem war leider bei der Ortmann-Schnur nicht so. Preislich war sie früher unschlagbar. Die Preiskomponente ist leider noch vollkommen offen, da Herr Wacker, der in seinem Shop die Ortmann Schnur weiter vertreiben möchte, die alte Schnur nicht mehr bekommt. Momentan wird eine Schnur, hauptsächlich wie früher für den Bewässerungszweck, getestet. Aber Herr Wacker hat auch uns Dampfer nicht vergessen, und so habe ich von ihm ein wenig Testschnur zugesendet bekommen.

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Im Bild oben könnt ihr die alte Ortmann Schnur in der Stärke 1mm sehen. Darunter ist die Testschnur, bei der es sich um 2 x 1mm Schnüre, welche verdrillt sind handelt. Was auffällt, auch nur 1 Strang der neuen Schnur ist etwas dicker als die alte Schnur war.

Das Negative vorweg: Auch die neue Schnur kommt nicht unbedingt gut mit einem Dryburn klar. Es hat nach einem Dryburn sehr lange gedauert, bis sich wieder der gute Geschmack eingestellt hat. Aber ganz ehrlich, bei diesem Preis habe ich schon früher lieber neu gewickelt, bevor ich mir die Arbeit mit einem Dryburn und anschliessendem Spülen mache.

Nun zur Wicklung:

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Wie ihr sehen könnt, habe ich neben den verdrillten 2 x 1mm Schnüren noch einen 1 mm Strang zusätzlich mit dazu gepackt. Dann ist aber auch ein Depot nicht mehr von Nöten.

Die Schnur selber löst sich ein wenig im Tank von ihrer Form. Das hat aber auch schon die alte Schnur gemacht und das ist für mich kein Problem. Die Fäden bleiben ja aneinander, nur die Drehung geht den Bach runter.

Der Kapillareffekt der Schnur ist immer noch so gewaltig wie früher!! :shock: :shock: :shock: Man meint fast, das Liquid würde zum Wendel gepumpt. Einfach nur genial. :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Ich habe die Schnur auch mal im Iatty und im Ithaka gehabt. Auch dort ein überzeugendes Ergebnis!

Die Schnur könnt ihr hoffentlich bald über diese URL beziehen: http://www.kapillar-ortmann.de/verkauf-.htm

Da Herr Wacker sehr bemüht ist, hoffe ich auf schnelle Ergebnisse. Denn ein wenig Hoffnung ist dabei: Es ist noch nicht sicher, ob es die von mir getestete Variante auch zum Schluss wird. Und auch der Preis steht noch nicht fest. Aber beim Preis mache ich mir weniger Sorgen, denn die Hauptkundschaft benötigt ja die Schur für die Pflanzenbewässerung und da ist ja der eine oder andere Meter notwendig.

Wenn diese Schnur auf den Markt kommt, ist es definitiv die Messlatte, an der sich die Konkurrenz messen lassen muss. :thumbup: :thumbup:

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 Betreff des Beitrags: Schnurthread
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2014, 20:05 
Gunny
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Mustertest der neuen Ortmann Schnur die 2te.

Und weiter geht es mit dem Test der Glasfaser-Schnur.

Die Post brachte mir neue Test-Schnur von Herrn Wacker, dem Ortmann Nachfolger.

Vorab aber noch einmal auch hier kurz eine Beschreibung, wie ich eine MicroCoil-Wicklung herstelle.

Ich verwende in diesem Beispiel 0,3er Kanthaldraht mit einem Widerstand von 19,1 Ohm je Meter, also 0,191 Ohm je cm. Damit ich nicht tagesform abhängig bin, wickele ich nicht einfach wild drauf los, sondern messe mir im Vorfeld den Draht ab. Beim 0,3er Kanthaldraht nehme ich für meine MC Wicklung 16 cm, wobei ca 3,5cm je Seite als Befestigungsenden für die Pole stehen bleiben. Effektiv werden also 9cm gewickelt, was auf meinem ProVari hinterher einen Widerstand von 1,8 Ohm ergibt. Nur auf diese Art bekommt wirklich jeder reproduzierbare Ergebnisse.

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Man kann auf dem nachfolgendem Foto gut erkennen, das ich erst die oben genannten 3,5 cm stehen lasse und dann mit dem Wickeln um den Uhrmacherschraubendreher beginne:

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Nun wird so lange gewickelt, bis ich ein genau gleich langes Stück, wie am Anfang übrig habe.

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Damit nichts verrutscht, fixiere ich die Wicklung mit einer Gefässklemme. Hierfür muss man nicht im Krankenhaus einen OP überfallen, sondern bekommt sowas im Bastelbedarf bzw. im Internet für kleines Geld. Die Gefässklemme kann eingerastet werden, sodas sie nicht mehr auf geht.

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Jetzt wird das ganze mit einem Burner (Zigarren oder Küchenburner spielt überhaupt keine Rolle) zum Glühen gebracht und noch während es glüht, mit einer Spitzzange vorsichtig zusammen gedrückt.

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Wenn man diesen Vorgang 2 - 3mal wiederholt, behält der MicroCoil seine Form und kann verwendet werden. Ein Ausglühen auf der Wicklung ist nicht mehr notwendig und der Heizdraht schmeckt auch sofort.

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Genug mit vorab. Nun zum eigentlichen Test. Mir legen jetzt 4 verschiedene Schnüre von Ortmann vor. Oben könnt ihr die alte, nicht mehr bestellbare Schnur sehen. Darunter findet ihr das erste Muster. Den Test könnt ihr in einem vorangegangenem Post lesen.

Die 3te Schnur ist eine Flach-Glasfaser und die 4 eine verdrillte 2mm Schnur.

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Da die Schnur ja flach ist und somit nicht die Heizdrahtwicklung überall berührt, gleiche ich dieses Manko diesmal zwangsweise mit einem Stück Baumwollwatte als Depot aus.

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Es handelt sich hier um 3 Stränge, die als Dochte beim BT-XL in den Tank reichen. Man muss auf jeden Fall vorsichtig sein, wenn der BT-XL hingelegt wird. So richtig gut kann ein flaches Stück Glasfaser logischerweise die Dochtlöcher nicht abdichten.

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Im Tank sieht man die Dochte kaum noch.

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Fazit zur Musterschnur 2:

Nach mehreren Tankfüllungen kann ich sagen, das die Schnur einen guten Job macht. Es hat nie gekokelt. Jedoch ist alleine durch die Form diese Schnur nicht universal einsetzbar. Auch hier ist absolut ungewiss, wie bei allen Musterschnüren, ob sie mal in den Verkauf gelangen wird.

Nur zu 3ten Schnur. Eine geflochtene 2mm Glasfaser.

Was mir sofort in Auge fällt ist, das sie sich kaum von der Konkurenz abhebt. Gewickelt habe ich sie auf die BT-LN. Bei der "Kleinen Nancy" reicht locker ein Strang aus, und damit ich auch Dampf drauf geben kann, auch hier noch zur Depotunterstützung ein wenig Baumwollwatte.

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Die Schnur saugt sich ruckzuck voll und ich dann nahezu durchsichtig, wie jede Glasfaser.

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Fazit zur Testschnur 3:

Wieder mal keine Beanstandungen oder Kokeleien. Jedoch fehtl mir etwas bei der 3ten Schnur! :?

Das Alleinstellungsmerkmal?!

Bei der Orginal Ortmann war es die extreme Saugfähigkeit und der konkurenzlos günstige Preis. Die Saugfähigkeit war auch bei der 1ten Musterschnur extrem.

Die 2te Musterschnur war halt flach. Das halte ich zwar nicht für praktikabel, hilft aber der Schnur, sich aus der Masse herauszuheben.

Die 3te ist vom Job OK, aber nahezu gesichtslos und von vielen anderen Glasfaserschnüren nicht zu unterscheiden.

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D_Sky
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